Johann Wendelin Braunwald
Johann Wendelin Braunwald

Privatsammlung Simon Otto Volk, Künstler Theodor Widmayer, 1871

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Uhlandstraße 15b, Wohnhaus mit Sgraffito Malereien, 1876
Uhlandstraße 15b, Wohnhaus mit Sgraffito Malereien, 1876

Hugo Licht, Architektur Deutschlands, 2. Band, Blatt 121, 1882, Architekt J. W. Braunwald

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Silberburgstraße 177, Wohngebäude, 1872
Silberburgstraße 177, Wohngebäude, 1872

Universitätsbibliothek Stuttgart, Wohnhaus des Herrn Kolb, 1877, Architekt J. W. Braunwald

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Architekt
Johann
Wendelin
Braunwald

Johann Wendelin Braunwald kam 29. November 1838 in Creglingen als Sohn des Maurermeisters Johann Augustin und dessen Ehefrau Elisabeth Barbara Goppelt zur Welt. Braunwald besuchte wohl die Volksschule ehe er sich in den 1850er Jahren an der Stuttgarter Winter-Baugewerkeschule einschrieb. Joseph von Egle (1818-1899) war zu dieser Zeit deren Direktor. Im April 1860 begründeten Braunwald und 24 weitere jüngere Bauleute den „Verein Bauhütte“, der der Baugewerke-Schule sehr nahestand. Braunwald war 16 Jahre lang Meister - später Altmeister - des Vereins, für den er sich in besonderem Maße einsetzte.

 

1868 heiratete er Marie Caroline Louise Kuttrof aus Schorndorf. Aus ihrer Ehe ging unter anderem der erfolgreiche Heilbronner Architekt Adolf Braunwald (1875-1951) hervor. Johann Wendelin Braunwald gehörte zu Stuttgarts herausragendsten Architekten des Historismus, der sich bei seinen Bauwerken gerne an der italienischen Renaissance orientierte. In etwa 25 Berufsjahren löste er über 100 Bauaufgaben und verstand es dabei, das „Schöne mit dem Nützlichen“ zu verbinden. Auch in den Städten Bad Mergentheim, Ebersbach an der Fils, Pforzheim und Ulm hinterließ er Bauwerke. Überwiegend plante er Wohn- und Geschäftsgebäude.

 

Von 1875 bis 1887 war er Mitglied des Gemeinderates und trug dabei vieles zur baulichen Verbesserung in Stuttgart bei. Am 30. Dezember 1889 verstarb Braunwald, der als Ehrenmann galt und ein hochgeschätzter Architekt war. In Stuttgart haben etwa 30 seiner Gebäude überdauert und verfügen bis auf wenige Ausnahmen über einen Denkmal-Status.
Die Villa Moser zählte zu Braunwalds bedeutendsten Bauwerken – sie war eine von Stuttgarts größten und stattlichsten Villen-Anlagen der Gründerzeit.

Ein vorläufiges Werkverzeichnis von J. W. Braunwalds Stuttgarter Bauwerken kann hier heruntergeladen werden. 

 

Das Büchlein/die Broschüre über die Villa Moser kann hier heruntergeladen werden.